Korrelation von REITs und Aktien

Korrelation bezeichnet den statistischen Zusammenhang zwischen zwei Merkmalen - bei hoher Korrelation besteht ein starker Zusammenhang, bei niedriger Korrelation ein geringer oder keiner. Korrelationen von Aktien spielen eine wichtige Rolle bei Aktienportfolios, wenn es darum geht, eine gute Risikostreuung zu erzielen. 

 

Idealtypisch gelingt Risikostreuung am besten mit Werten, die eine hohe Korrelation aufweisen und sich genau gegenläufig entwickeln. In der Realität ist so etwas aber nur selten anzutreffen. Das ist aber auch nicht notwendig. Aktien, die nur schwach positiv korrelieren - die sich also tendenziell gleichläufig entwickeln, bei denen der statistische Zusammenhang aber nicht sehr ausgeprägt ist -, eignen sich ebenfalls zur Streuung. 

 

Immobilienaktien und Aktienmärkte - eine Helaba-Studie 

 

In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, wie REITs im Aktienportfolio zu bewerten sind. Haben sie einen positiven Risiko-Effekt und verbessern sie das Verhältnis von Rendite und Risiko? REITs - Real Investment Trusts - verfolgen eine ähnliche Geschäftspolitik wie Immobilienfonds, sind aber als Aktiengesellschaften organisiert. Ihr Geschäftsmodell gilt als vergleichsweise risikoarm. Es handelt sich kraft Gesetz um Werte mit hoher Dividendenrendite, denn ein REIT muss stets den größten Teil seiner Gewinne ausschütten. 

 

Die Helaba hat vor einiger Zeit eine Untersuchung veröffentlicht, die sich mit der Korrelation von Immobilienaktien und Aktienmärkten befasst. Die Studie war nicht speziell REIT-bezogen, da REITs aber einen bedeutenden Anteil an Immobilienaktien haben - insbesondere in den USA -, treffen die Erkenntnisse auch auf sie zu. Im Folgenden geben wir Dir einen Überblick über die Kernaussagen: 

 

- Immobilienaktien weisen zwar eine positive Korrelation zu Aktienmärkten auf, entwickeln sich aber nicht hundertprozentig gleichläufig. Der Korrelationskoeffizient

 

- ein Maß für die Stärke des Zusammenhangs - lag in der Studie in einer Bandbreite von 0,6 bis 0,8. Bei vollständiger positiver Korrelation müsste er 1 sein;

 

- es gibt regionale Unterschiede bei der Korrelation. Im Zeitraum 2000 bis 2017 war die Korrelation auf asiatischen Märkten mit 0,8 am stärksten, am schwächsten in Großbritannien mit 0,6. Die USA - der größte REIT-Markt

 

- lag mit einer Korrelation von 0,7 genau in der Mitte; - die Gleichläufigkeit ist genauso wenig überraschend wie die Tatsache, dass sie nicht vollständig ist. REIT-Titel unterliegen den allgemeinen Börsentrends - das erklärt die positive Korrelation. Sie sind aber auch von den Immobilienmärkten abhängig. Hier kann, muss jedoch kein Gleichklang mit der Börse bestehen, deshalb ist die Korrelation < 1;

 

- die Korrelation ist nicht stabil, sondern ändert sich im Zeitablauf - auch das überrascht nicht: Märkte schwanken, so auch die Korrelationen;

 

- Immobilienaktien reagieren empfindlicher auf neue Entwicklungen an den Finanzmärkten als Immobilien-Direktinvestments. Sie befinden sich sozusagen unmittelbarer am Börsenpuls. 

 

Positive Effekte fürs Depot 

 

Als Ergebnis ist festzuhalten: REIT-Investments im Aktiendepot können wegen ihrer nicht vollständigen Korrelation einen positiven Beitrag zur Risikostreuung leisten. Weniger Risiko insgesamt, stetigere Ausschüttungen und einen positiven Effekt auf die Dividendenrendite Deines Aktienportfolios - das bietet Dir als Einkommensinvestor das REIT-Investment.