Aktienanalyse: Eignet sich Starbucks aktuell für das Dividendendepot?

1971 eröffneten drei Studienfreunde im alten Hafen von Seattle in den USA ein Kaffee-Geschäft mit dem Namen "Starbucks Coffee, Tea and Spice". Nahezu fünf Jahrzehnte später hat sich "Starbucks" zur Weltmarke entwickelt. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen mit seinen Coffee-Shops rund um den Globus fast 23 Milliarden Dollar Umsatz. In Deutschland ist Starbucks seit 2002 präsent und mittlerweile mit rund 160 Filialen und Geschäften vertreten.

In der Finanzkrise musste die Starbucks-Aktie wie viele andere Werte Federn lassen, seither hat sie stark zugelegt. Die Aktie notiert aktuell um die 44 Euro - auf Fünf-Jahres-Sicht bedeutet das einen Kursgewinn von fast 65 Prozent. Die größten Kurssteigerungen gab es allerdings im Jahre 2015. Seither bewegt sich das Papier eher seitwärts mit einer Tendenz zur Abschwächung. Doch Starbucks ist in anderer Hinsicht interessant - als Aktie für eine Dividendenstrategie. Denn seit Jahren erfreut Starbucks Aktionäre mit einer ansehnlichen Dividendenrendite und Dividendenwachstum. Die Potentiale sind nicht einmal ausgeschöpft. Beste Aussichten, um künftig Dividenden-Aristokrat zu werden, auch wenn der Weg dahin noch einige Zeit dauern wird.

 

Dividendenrendite über drei Prozent bald möglich

Aktionäre können sich bei Starbucks über vierteljährliche Dividendenauszahlungen freuen. Seit der ersten Ausschüttung 2010 ist die Dividende kontinuierlich gestiegen - von 0,18 Euro (pro Aktie) auf 1,05 Euro in 2017. Das bedeutet - bezogen auf diesen Zeitraum - eine durchschnittliche Dividendenwachstumsrate von fast 30 Prozent p.a.. Das kann sich sehen lassen. Die Dividendenrendite ist parallel dazu von 1,26 Prozent (2010) auf 1,95 Prozent (2017) gestiegen. Das ist zwar für einen Dividendenwert nicht unbedingt spektakulär. Doch bei einer Fortsetzung des Ausschüttungskurses ist durchaus mehr möglich. Schätzungen gehen davon aus, dass die Dividende bis 2020 auf 1,58 Euro pro Aktie steigen und eine Dividendenrendite von über drei Prozent erzielt werden könnte.

Beste Voraussetzungen für noch mehr Dividende

Tatsächlich hat Starbucks in puncto Ausschüttung das berühmte "Ende der Fahnenstange" noch nicht erreicht. Die Auszahlungsquote - definiert als das Verhältnis von Ausschüttungen zu Gewinn - betrug 2017 knapp 53 Prozent. 2010 hatte sie noch bei 28 Prozent gelegen. Starbucks hat sein Geschäft vor allem in der ersten Hälfte dieses Jahrzehnts ausgeweitet. Zwischen 2010 und 2015 konnte der Umsatz - ausgehend von gut 10 Mrd. Euro - fast verdoppelt werden. Seither wachsen die Umsätze zwar moderater, aber kontinuierlich. Noch positiver hat sich der Gewinn pro Aktie entwickelt. Er ist von 0,64 Euro (2010) auf 1,99 Euro (2017) gestiegen. Also beste Voraussetzungen für weitere Dividenden-Aufstockungen. Starbucks ist damit ein Top-Kandidat für eine Dividendenstrategie, den man in seinem Portfolio berücksichtigen sollte.